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Start Guides in Niedersachsen: Alle 24 regionalen Beratungsprojekte haben Arbeit aufgenommen

Seit April 2026 sind alle 24 Start Guides-Projekte zur Arbeitsmarktintegration in Niedersachsen aktiv.

Mit der vollständigen Aufnahme der Arbeit aller 24 regionalen Beratungsprojekte zum 1. April 2026 hat die zweite Förderphase des niedersächsischen Arbeitsmarktprogramms Start Guides ihre volle Stärke erreicht. Das Programm unterstützt internationale Zugewanderte mit und ohne Fluchthintergrund sowie Unternehmen bei der Integration in den niedersächsischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung finanziert die zweite Programmphase bis September 2027 mit 3,2 Millionen Euro.

Hier finden Sie eine Kontaktliste mit allen Ansprechpartner*innen in den Projekten vor Ort. Über die Website des Koordinierungsprojekts Zentrale Beratungsstelle „Arbeitsmarkts- und Fachkräftesicherung“ (ZBS AuF IV) www.zbs-auf.info findet sich zudem eine interaktive Übersichtskarte mit Projektbeschreibungen aller regionalen Start Guides-Beratungsstellen in Niedersachsen.

Hintergrund: Fünf Jahre Beratungspraxis

Die Start Guides werden bereits seit Anfang 2021 vom Land Niedersachsen gefördert. In fünf Programmjahren wurden rund 7.200 Zugewanderte beraten – etwa zwei Drittel davon mit Fluchthintergrund. Hinzu kamen etwa 4.500 Betriebe, die Beratungsleistungen in Anspruch nahmen. Knapp 2.000 Beschäftigungsverhältnisse und rund 500 Berufsausbildungen sind in dieser Zeit mit Unterstützung der Start Guides zustande gekommen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 startete die zweite Förderphase; die schrittweise Aufnahme der Arbeit der neuen Projekte ist nun abgeschlossen.

Aufgaben und Angebote der Start Guides

Die Beratungsstellen begleiten Ratsuchende individuell bei der beruflichen Orientierung sowie bei der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsstellen. Auf Unternehmensseite unterstützen sie die betriebliche Integration, die interkulturelle Öffnung und die Nutzung weiterer Beratungs- und Fördermöglichkeiten. Die Angebote sind für Zugewanderte und Betriebe kostenfrei. Koordiniert wird das Programm weiterhin durch die Zentrale Beratungsstelle „Arbeits- und Fachkräftesicherung“ (ZBS-AuF IV) in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück.

  • 24 regionale Beratungsprojekte in ganz Niedersachsen
  • Förderung durch das Land mit 3,2 Millionen Euro bis September 2027
  • Kostenfreie Beratung für Zugewanderte und Unternehmen
  • Bilanz der ersten Förderphase: rund 7.200 Zugewanderte und 4.500 Betriebe beraten

Neue FIN-Beratungsstellen gegen Arbeitsausbeutung

Parallel zur Programmerweiterung sind zum 1. Januar 2026 zwei neue Beratungsstellen des Netzwerks Faire Integration (FIN) in Osnabrück und Hannover an den Start gegangen. FIN berät Drittstaatsangehörige kostenfrei, auf Wunsch anonym und mehrsprachig zu Arbeits- und Sozialrechten – insbesondere in Fällen prekärer Arbeitsbedingungen wie offener Lohnfragen, problematischer Leiharbeitsverhältnisse, strittiger Kündigungen oder Unterkunftsregelungen. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte Netzwerk unterstützt zudem bei der Durchsetzung von Ansprüchen und bietet präventive Gruppenangebote zu Arbeitsrechten und -pflichten. Weitere Informationen zu den Beratungsstellen finden Sie hier.

Zukunftswerkstatt zur Sprachmittlung am 17. Juni 2026

Ein konkreter Austauschtermin steht für Fachkräfte aus Arbeitsverwaltungen, Start Guides-Projekten, Welcome-Centern und weiteren Beratungsstellen bereits fest: Am 17. Juni 2026 von 10.00 bis 13.00 Uhr lädt die Praxis- und Leitstelle Sprachmittlung (SPuK) zur Online-Zukunftswerkstatt „Sprachmittlung im Bereich Arbeitsmarktintegration“ ein. Im Mittelpunkt stehen Praxiseinblicke und Erfahrungsberichte zur Weiterentwicklung von Sprachmittlung als Instrument der Teilhabe von Drittstaatsangehörigen. Anmeldungen sind bis zum 1. Juni 2026 per E-Mail an lejla.alidini@caritas-os.de möglich.

> Weitere Informationen zur Veranstaltung

 

Mit der Bündelung von flächendeckender Beratung, gezieltem Schutz vor Arbeitsausbeutung und fachlichem Austausch zur Sprachmittlung wird ein weiterer Baustein der Arbeitsmarktintegration in Niedersachsen sichtbar – mit konkreten Anlaufstellen vor Ort und einer landesweiten Koordinierung im Hintergrund.