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Arbeit & Ausbildung

Aufgabe und Perspektive für jeden Menschen schaffen

Die Zuwanderung von geflüchteten Menschen nach Niedersachsen stellt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels eine große Chance dar. Wir begreifen Integrationsarbeit daher als Zukunftsinvestition für die Gewinnung von Fachkräften und die duale Berufsausbildung. Ziel der Bündnisarbeit ist es, Menschen mit Migrationshintergrund auf ihrem Weg in existenzsichernde Erwerbstätigkeiten zu unterstützen und Maßnahmen zu ergreifen, die gesetzliche Förderinstrumente zielgerichtet ergänzen. Allen Beteiligten ist klar: Wir befinden uns dabei auf einem „Langstreckenlauf“. 

Meilensteine:

Ausbildungsbegleitende und individuelle Sprachförderangebote durch berufsbildende Schulen (BBS), um jugendliche, zugewanderte Menschen in Ausbildung und Beruf zu bringen (als Ergänzung der Angebote externer Partner:innen)

  • Sprach- und Integrationsklassen für neu eingereiste Schüler:innen unter 19 Jahren
  • Förderung des „IQ-Netzwerkes“, einem flächendeckenden und fundierten Beratungsangebot zur Anerkennung von Berufsqualifikationen
  • Unternehmensnahe Unterstützungsangebote wie z. B. das „Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)“
  • Bis Ende 2020: Förderprogramm „Überbetriebliche Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren“ mit dem Schwerpunkt zur Beratung und Begleitung neu Zugewanderter und ihrer Betriebe
  • Seit 2021: Weiterentwicklung des erfolgreichen Programms „Start Guides“, das zugewanderte Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt

Gute Beispiele aus der Praxis

Der „Gewerkepass“

Der Gewerkepass ist ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt des Jobcenters Osnabrück und der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Hilfskräfte werden hier zu fachlich versierten Helfenden qualifiziert, um Fachkräfte im Handwerk bei ihrer Arbeit zu unterstützen und sie zu entlasten. 

Der „Integrationsmoderator“

Gerrit Dolle unterstützt im Bezirk Braunschweig der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zugewanderte Menschen bei der Suche nach Praktikumsplätzen, Ausbildungsstellen und Arbeitsplätzen. Hauptziel ist das Finden von passenden Betrieben, um die Menschen in Praktika zur Berufsorientierung zu vermitteln oder noch besser: in Ausbildung und Arbeit zu bringen.

Modellprojekt „1+2“

Der Verein „pro:connect e. V.“ möchte in Kooperation mit der IHK Oldenburg und der BBS Wechloy mit diesem Modellprojekt der teils hohen Quote von Ausbildungsabbrüchen unter Geflüchteten koordiniert entgegentreten. Die zweijährigen Ausbildungen werden dabei um ein Jahr mit intensivem Deutschunterricht verlängert und der Deutschunterricht und die Berufsausbildung werden von Beginn an miteinander verzahnt.