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Die Zabel Unternehmensgruppe ging voran

Der Inhaber hat sich die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt zur Lebensaufgabe gemacht.

Dass man sich die Integration von geflüchteten Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt und Hilfslieferungen in Krisenregionen zur Lebensaufgabe machen kann, zeigt das Beispiel von Meikel Zabel. Als Inhaber einer im Baugeschäft tätigen Unternehmensgruppe mit Sitz im niedersächsischen Apensen hat er in den letzten Jahren unzähligen Menschen dabei geholfen, sich in Deutschland eine neue berufliche Existenz aufzubauen. Er selbst hat seit Ausbruch des Krieges sechs Ukrainer in seinen Betrieb integriert. „Wir haben geschaut, wo wir wen einsetzen können und wer was konnte. Einer von uns, der den Beruf erlernt hat, ist am Anfang immer mit zum Kunden gefahren. Das hat super geklappt!“ Offizielle Papiere oder Arbeitsnachweise aus der Ukraine haben Meikel Zabel dabei kaum interessiert. Er ist überzeugt: „Auf Baustellen sieht man schnell, ob jemand etwas kann.“ Menschen aus der Ukraine, die schon auf dem Bau gearbeitet haben, sind seiner Erfahrung nach Multitalente. „Die haben fast alles schon einmal gemacht“, sagt er. Damit sich die neuen Kollegen möglichst schnell integrieren konnten, hat er kurzerhand auch noch einen selbst organisierten Deutschunterricht im Betrieb eingeführt. „Als eine Art Abendschule“, wie Meikel Zabel sagt. „Wir sind dabei ganz individuell auf den jeweiligen sprachlichen Kenntnisstand eingegangen.“

Ich kann nicht die Welt retten, aber man tut, was man kann.

Meikel Zabel, Inhaber Zabel Unternehmensgruppe.

 

Sein Engagement ging in den letzten Jahren jedoch noch weit über die Integration von geflüchteten Menschen in den eigenen Betrieb hinaus. Auch Interessenten aus anderen Bereichen, die er privat oder auf Jobmessen kennenlernte, vermittelte er erfolgreich an Partnerunternehmen aus seinem persönlichen Netzwerk. Unzählige Köche, Pflege- und Servicekräfte, die schutzsuchend aus Krisenregionen zu uns nach Deutschland kamen, vermittelte er über diesen Weg eine Arbeitsstelle in Bereiche, in denen Fachkräfte dringend benötigt werden. Ein Beispiel, das zeigt: Jeder kann in seinem persönlichen Umfeld auf diesem Gebiet eine Menge erreichen. Meikel Zabel aus Apensen hat gezeigt, wie es geht und ist dafür bereits in verschiedenen Lokalmedien gewürdigt worden.

Derzeit zwingt ihn leider seine Gesundheit, die betrieblichen Aktivitäten innerhalb seiner Unternehmensgruppe einzustellen. Sein Herzensprojekt läuft aber weiter: KiRet e.V., ein Verein, der sich speziell der Rettung und Unterstützung von Kindern aus dem Kriegsgebiet der Ukraine verschrieben hat. Mehr als 180 Tonnen Hilfsgüter hat KiRet e.V. bereits ins Kriegsgebiet transportiert und so ganze Wohnblocks, Kinderheime, Schulen und Krankenhäuser mit Hilfsgütern wie Lebensmittels, Hygieneartikeln, Bekleidung, Schulbedarf, Medizin und Rollstühlen versorgt. Meikel Zabel selbst hat viele dieser Transporte persönlich ins Kriegsgebiet gefahren. Ein Schlaganfall, den er Anfang des Jahres 2024 erlitten hat, zwingt ihn jetzt leider dazu, kürzer zu treten. Der zweite Vorsitzende des Vereins übernimmt derzeit – gemeinsam mit einem engagierten Team aus Ukrainer:innen – die Aufgabe, die Hilfstransporte in die Ukraine zu organisieren. Wenn man so will, erfährt Meikel Zabel derzeit von den Menschen Unterstützung, denen er selbst schon so oft und auf unterschiedliche Weise geholfen hat. Ein Musterbeispiel für gesellschaftlichen Zusammenhalt, das uns beim Bündnis sehr bewegt hat.

Das gesamte NIEDERSACHSEN PACKT AN Team wünscht Meikel Zabel gute Besserung und sagt im Namen aller geflüchteten Menschen, die er privat oder beruflich unterstützt hat: Danke für dieses vorbildhaftes Engagement!

Videoserie
FACH. KRAFT. MENSCH.

Sie möchten mehr über die Erlebnisse von geflüchteten Menschen auf ihrer Jobsuche in Deutschland erfahren? In unserer Videoreihe „Fach.Kraft.Mensch“ können Sie noch tiefer in Geschichten wie diese eintauchen.

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