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Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Jeder Mensch braucht eine Aufgabe und eine Perspektive.

„Jeder Mensch braucht eine Aufgabe und eine Perspektive“ – so lautet der erste Satz in der Beschreibung unseres Handlungsfeldes Arbeit & Ausbildung. Alle Bündnispartner:innen eint dieser Gedanke und sind sich bewusst, dass die Partizipation am Arbeitsmarkt eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration von Geflüchteten ist. In den nächsten drei Monaten wird dieses Thema einen inhaltlichen Schwerpunkt für unsere Bündnisarbeit darstellen und auf diesem Portal in Form von Hintergrundberichten, Interviews und kompakt aufbereiteten Fakten redaktionell begleitet.

Fest steht: Die berufliche Teilhabe geflüchteter und neu zugewanderter Menschen ist Herausforderung und Chance zugleich. Die richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen geschaffen und Hürden überwunden werden, um das Potential für uns als Gesellschaft zu nutzen und dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegenzuwirken. Niedersachen hat sich auf den Weg gemacht und dieses Thema – ganz im Sinne unseres Bündnisnamens – „angepackt“.

Einblick in die Bündnisarbeit

Eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Vertreter:innen unserer Bündnispartner:innen und den Ressorts der Landesverwaltung – hat seit Dezember 2023 zunächst die konkreten Problemlagen aus Sicht von Geflüchteten, Jobcentern, Arbeitgebern und Betrieben identifiziert und diese im Anschluss hinsichtlich ihrer Verbesserungspotenziale und tatsächlichen Umsetzbarkeit in Niedersachsen priorisiert. Das klare Ergebnis: Am meisten gibt es derzeit in Bezug auf die mangelnden Sprachkenntnisse der Geflüchteten sowie bei der Qualität und Quantität der Kursangebote zu tun. Aber auch im berufsbegleitenden Spracherwerb gibt es Hürden zu überwinden, da Betriebe aufgrund wirtschaftlicher Zwänge oft nicht bereit sind, die Geflüchteten für den Spracherwerb freizustellen. Zudem müssen für die Anerkennungsverfahren, die aufgrund ihrer Länge derzeit die Aufnahme von Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnissen erschweren, neue, schnellere Lösungen gefunden werden. Darüber hinaus waren auch offene Status- und Verfahrensfragen sowie vorhandene kulturelle und soziale Hürden Bestandteil der detaillierten Analyse der Arbeitsgruppe. Im nächsten Schritt sollen konkrete Maßnahmen für Niedersachsen definiert werden, die diesen Herausforderungen vor Ort konsequent entgegenwirken.

Rückblick und Ausblick

Alle Bündnispartner:innen sind sich einig, dass dieser Prozess nur gemeinsam gestaltet werden kann, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist und bleibt die Triebfeder für das Gelingen einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Mit Konzepten wie „Jobturbo“ oder „Spurwechsel“ setzt der Bund zudem derzeit neue spannende Impulse, die diesem Thema sicherlich eine weitere Dynamik verleihen werden.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass wir in Deutschland bereits ein großes Stück vorangekommen sind. Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind 54 Prozent der Geflüchteten, die ab 2013 eingereist sind, Ende 2021 in unserem Land erwerbstätig. Bei Ukrainer:innen liegt diese Quote bei 19 Prozent. Im EU-Vergleich liegen wir damit zwar hinter Ländern wie Polen, den Niederlanden und Norwegen, aber dafür ist bei uns der Arbeitsmarkteinstieg nachhaltiger. Sprich: Die Geflüchteten bleiben den Unternehmen länger erhalten. NIEDERSACHSEN PACKT AN wird die künftigen Entwicklungen weiterhin aktiv begleiten und konkrete Ideen, Vorschläge und Maßnahmenpläne in die niedersächsische Landespolitik einbringen.

Für das Bündnis ist klar: Wir bleiben bei diesem Thema am Ball!

Es ist wichtig, dass wir (…) den Migrationshintergrund per se nicht als Problem sehen.

Fatma Celik, Integrationsbüro Hameln

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