Bürgerschaftliches Engagement
PatchWork – Nähwerkstatt & Begegnungsküche
Bürgerschaftliches Engagement
Bei dem Projekt im Landkreis Celle treffen sich geflüchtete Frauen zum Nähen und Kochen. Und lernen ganz nebenbei, sich in Deutsch auszudrücken.
Sprechen in vertrauter Umgebung
Jeder von uns kennt das: In einem geschützten Raum, in einer vertrauten Umgebung fällt es einfach leichter, vor anderen Menschen zu sprechen. Umso mehr gilt das, wenn man nicht in der Muttersprache spricht. Diesen Umstand setzt das Projekt „PatchWork“ zur Integration geflüchteter Frauen ein.
Gemeinsam nähen und kochen
Bei dem Projekt des Jobcenters im Landkreis Celle und des Vereins Kultur Trif(f)t e.V. treffen sich geflüchtete Frauen an drei Vormittagen in der Woche. Unter fachlicher Anleitung nähen sie Kissen, Taschen und ähnliches, die für gemeinnützige Projekte gespendet werden. Außerdem kochen sie zusammen. In dieser Gemeinschaft und bei Tätigkeiten, die vielen von ihnen vertraut sind, fällt es leicht, Deutsch miteinander zu sprechen.
Zum Jobcenter oft mit „Übersetzer“
Die Idee zu PatchWork entstand aus der Beratungspraxis im Jobcenter. Häufig bringen jobsuchende Frauen dorthin Angehörige als Übersetzer mit, weil sie sich selbst nicht trauen, Deutsch zu sprechen. Die bisherigen Erfahrungen mit PatchWork zeigen ein ganz anderes Bild. Dort tauschen sich die Frauen intensiv aus und nehmen engagiert an den eingebauten spielerischen Lerneinheiten teil.
Ängste abbauen, eigene Stärken erfahren
Dabei geht es nicht nur um Spracherwerb. Beim Nähen, Kochen und Kommunizieren bauen die Frauen Ängste ab, erweitern ihren Horizont und erfahren eigene Stärken und Selbstwirksamkeit. Immer wieder sind auch Mitarbeitende des Jobcenters vor Ort zum Kennenlernen und für die Vorbereitung einer zukünftigen Beratung. Auch werden Praktikumsmöglichkeiten etwa in karitativen Einrichtungen oder gastronomischen Betrieben vermittelt.
Frauen aus acht Ländern
PatchWork wendet sich an Frauen aus acht verschiedenen Herkunftsländern mit geringen Deutschkenntnissen (unter A2) trotz besuchtem Integrationskurs. Über einen Zeitraum von drei Monaten treffen sie sich dienstags bis donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr in Kleingruppen von maximal sechs Frauen am Standort des Jobcenters in der Westcellertorstraße 8A in Celle. Gefördert wird das Projekt von der Agentur für Arbeit sowie der Lotto Sport Stiftung, der Zuwanderungsagentur der Stadt Celle und dem Verein Kultur Trif(f)t e.V., Celle.
Interessierte wenden sich an das Jobcenter Celle: https://www.jobcentercelle.de/arbeit/gefluchtete-menschen/