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Bürgerschaftliches Engagement

Brücken bauen – Arbeitsmarktintegration

Geflüchtete Menschen integrieren und dabei das niedersächsische Bildungssystem personell absichern: Diese beiden Ziele verfolgt das Projekt „Brücken bauen“ der Initiative „Arbeitswelt von Morgen“ (AVM) aus Hannover.

Pädagoginnen mit Zuwanderungsgeschichte weiterbilden

Lernen die Gehirne junger Menschen in Kolumbien oder Sri Lanka anders als in Deutschland? Natürlich nicht. Sind die Bildungssysteme in diesen Ländern unterschiedlich aufgebaut? Auf jeden Fall. – Dieses Verbindende zu nutzen und das Unterschiedliche zu überwinden, hat sich „Brücken bauen“ zum Ziel gesetzt. Im Rahmen des Projektes werden Pädagoginnen mit Zuwanderungsgeschichte gezielt weitergebildet.

Ins deutsche Bildungssystem einsteigen

Geflüchtete Frauen, die in ihrer Heimat als Lehrerin oder generell mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet haben, sollen die Chance erhalten, ins deutsche Bildungssystem einzusteigen. Im Rahmen eines Workshops lernen sie die Bedingungen und Besonderheiten des vorschulischen und des schulischen Bildungswesens in Niedersachsen und ganz Deutschland kennen. So erhalten sie die Möglichkeit, ihre eigenen Qualifikationen und Erfahrungen, aber auch ihre Wünsche realistisch einzuordnen und eine fundierte Entscheidung für ihre berufliche Zukunft zu treffen.

Bildung verbindet – wir bauen Brücken in den Arbeitsmarkt.

Persönlichen Berufs- und Zukunftsplan entwickeln

Maximal 15 Frauen nehmen an einem solchen Workshop teil. Dabei erfahren sie nicht nur, wie man in Niedersachsen in einen pädagogischen Beruf oder an eine Universität kommen kann. Für jede von ihnen wird auch ein persönlicher Berufs- und Zukunftsplan entwickelt. In diesem werden natürlich auch die individuellen Lebensbedingungen, die kulturellen Prägungen und die Sprachkenntnisse jeder Frau berücksichtigt. Am Abschluss steht ein Netzwerktreffen, bei dem sich die Teilnehmerinnen weiter austauschen und verknüpfen können, sowie eine weitere individuelle Begleitung.

Teilnehmerinnen aus aller Welt

Vier Tage dauern die Workshops, sie finden an der Fachhochschule des Mittelstandes in Hannover statt und werden geleitet von der erfahrenen Pädagogin Inge Krämer-Kiliç, die selbst auf 40 Jahre Erfahrung mit dem deutschen Bildungssystem zurückblickt. Seit 2023 haben bereits Frauen aus Georgien, Iran, Kolumbien, Sri Lanka, der Türkei und der Ukraine teilgenommen. Das Projekt „Brücken bauen“ wird von der Region Hannover und der Koordinierungsstelle Frau und Beruf gefördert.

Kontakt und weitere Infos: www.arbeitswelt-von-morgen.de/bruecken-bauen, Telefon: 0157 347 426 55