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Moonlightsports
Wenn andernorts längst die Lichter ausgehen, gehen in Lüneburg die Hallenlichter an. Moonlightsports öffnet fünfmal pro Woche spätabends die Turnhallen der Stadt – kostenfrei, ohne Anmeldung und offen für alle. Ein Projekt der Leuphana Universität Lüneburg und der Hansestadt Lüneburg, das seit 1997 zeigt, wie viel ein Ball und eine offene Halle bewirken können.
Über das Projekt
Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Räume schaffen, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam Sport treiben können – und zwar zu einer Uhrzeit, zu der es sonst kaum Alternativen gibt. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Leistung oder Ergebnis, sondern Fairness, gegenseitiger Respekt und ein gewaltfreier Umgang miteinander. Integration und Gemeinschaft werden hier nicht diskutiert, sondern gespielt.
Besonders macht das Angebot seine Niedrigschwelligkeit. Es braucht keine Vorkenntnisse, keinen Vereinsausweis und vor allem keine gemeinsame Sprache. Wer aus welchem Land kommt, welche Sprache spricht oder welchem Geschlecht sich zugehörig fühlt, spielt keine Rolle – sobald ein Fußball oder Volleyball in der Mitte liegt, verstehen alle sofort, worum es geht. Die Freude an Bewegung und Spiel wird so zur universellen Sprache.
Wer ist beteiligt?
Getragen wird Moonlightsports von Studierenden der Leuphana Universität, die das Projekt ehrenamtlich und in Selbstorganisation auf die Beine stellen. Die Hansestadt Lüneburg unterstützt sie dabei, unter anderem mit den Hallenzeiten. Ein Modell, das seit Jahren funktioniert – auch weil immer wieder neue Studierendengenerationen das Angebot weitertragen.
Warum ist das Projekt wichtig für Integration in Niedersachsen?
Sport öffnet einen Zugang zu Menschen, den Worte oft nicht schaffen. Genau darin liegt die Stärke von Moonlightsports: Integration, Demokratie und Gemeinschaft werden hier aktiv erlebt statt theoretisch besprochen. Wertvoll ist dabei gerade der ständige Wechsel zwischen Miteinander und Gegeneinander – man misst sich, hält sich an Regeln, gibt sich danach die Hand. Wer das regelmäßig übt, lernt etwas über Fairness und Zusammenhalt, das weit über die Halle hinausreicht.
Menschen kommen an guten Abenden zusammen, um gemeinsam Sport zu machen – von jung bis alt, aus ganz unterschiedlichen Ländern und teilweise ohne gemeinsame Sprache. Aus Mitspielenden sind so schon unzählige Freundschaften entstanden.