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Preisverleihung „Heimat – Vertrieben“ im Niedersächsischen Landtag

Am 8. April 2026 fand im Niedersächsischen Landtag die Abschlussveranstaltung des Videowettbewerbs „Heimat – Vertrieben" statt.

Am 8. April 2026 fand im Forum des Niedersächsischen Landtages in Hannover die Abschlussveranstaltung des Videowettbewerbs „Heimat – Vertrieben“ statt. Mit einer Preisverleihung, der Präsentation prämierter Filme und einer offenen Podiumsdiskussion fand der Wettbewerb einen würdigen Abschluss. Rund 27 Beiträge junger Menschen aus ganz Niedersachsen waren eingereicht worden.

Der Videowettbewerb „Heimat – Vertrieben“ fand am 8. April 2026 mit einer eindrucksvollen Abschlussveranstaltung im Forum des Niedersächsischen Landtages seinen krönenden Abschluss. Die Atmosphäre war feierlich und zugleich von einer bemerkenswerten inhaltlichen Tiefe geprägt: Preisverleihung, Filmvorführungen und eine engagierte Podiumsdiskussion fügten sich zu einem Programm, das die gesellschaftliche Bedeutung des Themas Flucht, Vertreibung und Erinnerungskultur eindrücklich spürbar machte.

  • Eingereichte Beiträge: 27 Videos aus ganz Niedersachsen
  • Ausrichtende Organisationen: Niedersächsischer Landtag, Niedersächsischer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe sowie Bund der Vertriebenen – Landesverband Niedersachsen e. V.

Eröffnung und gesellschaftliche Einordnung

Landtagspräsidentin Hanna Naber eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort, in dem sie die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas Flucht und Vertreibung hervorhob. Sie betonte, wie wichtig es sei, diesen Teil deutscher Geschichte auch jenseits der Erlebnisgeneration lebendig zu halten. Die Beiträge der jungen Teilnehmenden zeigten nach ihrer Einschätzung eindrücklich, dass historische Erfahrungen in die Gegenwart geholt werden können – und damit Verantwortung für die Zukunft übernommen wird.

Preisverleihung und prämierte Beiträge

Im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung standen die Präsentation und Auszeichnung der prämierten Videos. Annie Heger führte sensibel und souverän durch das Programm. Drei erste Preise, jeweils dotiert mit 300 Euro, gingen an Emma Helene Haus aus Braunschweig, die Klasse 10FL des Gymnasiums Athenaeum Stade sowie an Emilian Heyelmann aus Butjadingen. Darüber hinaus wurden drei zweite und drei dritte Plätze vergeben, die ebenfalls mit Preisgeldern gewürdigt wurden.

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Generationendialog als besonderes Merkmal

Die ausgezeichneten Filme machten deutlich, wie intensiv und reflektiert sich junge Menschen mit den Biografien von Heimatvertriebenen auseinandergesetzt hatten – häufig im Gespräch mit Großeltern oder Urgroßeltern. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement von Geschichtslehrern aus Braunschweig und Stade, die ihre Schülerinnen und Schüler gezielt zur Teilnahme ermutigt hatten. Allein vom Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasium in Braunschweig stammten sechs der eingereichten Filme.

Podiumsdiskussion: Von Geschichte zu Gegenwart

In der anschließenden Diskussion mit den Autoren Werner Sonne und Thomas Kreutzmann, der Historikerin Natalie Reinsch sowie dem jungen Filmschaffenden Michael Eibl wurde der Bogen von historischen Erfahrungen hin zu aktuellen Fragen von Erinnerungskultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt gespannt. Landesbeauftragter Deniz Kurku zeigte sich beeindruckt: Die 27 Einsendungen belegten, dass junge Menschen ein feines Gespür für diesen Teil deutscher Geschichte hätten und bereit seien, Familienerinnerungen sichtbar zu machen, die andernfalls verloren gegangen wären.

Fazit: Erinnerung bleibt lebendig

Die Abschlussveranstaltung verdeutlichte, dass Flucht, Vertreibung und die Suche nach Heimat Themen sind, die bis heute nachwirken – und junge Menschen bewegen, wenn man ihnen Raum zur Auseinandersetzung gibt. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass Erinnerung dann lebendig bleibt, wenn sie generationenübergreifend geteilt wird.

Die drei erstplatzierten Videos sind auf dem YouTube-Kanal des Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe veröffentlicht (Zur Playlist).

> Hier finden Sie weitere Informationen und eine Bildergalerie auf der Internetseite des Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe.