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Tagung „Gender und Migration. Arbeitsmarktintegration und Perspektiven für Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte“

Vom 27. bis 29. April findet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Loccum die Tagung zur Arbeitsmarktintegration und Perspektiven für Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte“ statt.

Rund die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen sind Frauen. Sie bringen großes Potenzial für Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit, doch viele ihrer Talente bleiben ungenutzt: Dequalifikation, erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt und Benachteiligungen stellen weiterhin Herausforderungen dar. Die Tagung will Erfolgsfaktoren und Hindernisse aufzeigen und diskutieren, wie Beschäftigungschancen und Teilhabe verbessert werden können.

Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bilden in Niedersachsen und bundesweit einen bedeutenden, oft unterschätzten Ressourcenpool: Rund die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen sind Frauen. Ihre Qualifikationen und Berufserfahrungen sind ein wichtiges Potenzial für Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt – bleiben jedoch häufig ungenutzt. Dequalifikation, Anerkennungshemmnisse, bürokratische Hürden, fehlende Sprachkenntnisse, mangelnde Kinderbetreuung und Diskriminierung führen dazu, dass berufliche Biografien nicht adäquat fortgeführt werden können. Viele Migrantinnen arbeiten zudem überproportional in sozial-reproduktiven Berufen.

Die Tagung nimmt diese Herausforderungen in den Blick und untersucht, wie qualifikationsgerechte Beschäftigung ermöglicht und langfristige Perspektiven geschaffen werden können. Dabei stehen sowohl individuelle als auch strukturelle Faktoren im Mittelpunkt – von Kompetenzvalidierung und Weiterbildungszugängen über digitale Qualifikationen bis hin zu geschlechtsspezifischen Belastungen wie Care-Verantwortung und Teilzeitfallen. Auch die veränderten Migrationsmuster infolge geopolitischer Entwicklungen, insbesondere durch die Flucht vieler ukrainischer Frauen und Kinder, bilden einen wichtigen Bezugspunkt: Sie zeigen, wie notwendig flexible Unterstützungsstrukturen und abgestimmte politische Maßnahmen sind.

Die Tagung richtet sich an Vertreter*innen von Frauen- und Wohlfahrtsverbänden, der Politik und der Verwaltung, der Migrationsforschung, Gleichstellungsbeauftragte, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Gewerkschaften sowie Frauen mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und neue Kooperationen auf den Weg zu bringen.

> Hier gibt es weitere Informationen, das Programm und einen Link zur Anmeldung