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Radikalisierung vorbeugen – Prävention wirksam gestalten

Die FINDER Akademie führt in Kooperation mit dem Landespräventionsrat am 9. und 10. Februar 2026 eine Fortbildung für Führungskräfte und Fachkräfte mit Gestaltungsspielraum durch.

Extremistische Einstellungen bei jungen Menschen nehmen zu. Die gute Nachricht: Radikalisierung ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein Prozess – und Prozesse lassen sich beeinflussen, wenn man weiß, wo man ansetzen muss. Diese Fortbildung zeigt Ihnen, wo.

Am 9. und 10. Februar 2026 findet in Hannover eine zweitägige Fortbildung für Führungskräfte und Fachkräfte mit Gestaltungsspielraum statt, die einen neuen Ansatz in der Radikalisierungsprävention vermittelt. Die Veranstaltung beim Landespräventionsrat Niedersachsen richtet sich an alle, die Präventionsarbeit strategisch voranbringen wollen – mit wissenschaftlich fundierten Methoden, die in der Praxis funktionieren.

Warum diese Fortbildung?

Extremistische Einstellungen bei jungen Menschen nehmen zu. Viele Fachkräfte fühlen sich angesichts dieser Entwicklung unsicher: Wo sollen wir ansetzen? Welche Maßnahmen helfen wirklich? Die gute Nachricht: Radikalisierung ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein Prozess – und Prozesse lassen sich beeinflussen, wenn man weiß, wo man ansetzen muss.

Genau das vermittelt diese Fortbildung. Sie basiert auf dem entwicklungsorientierten Präventionsmodell von Prof. Dr. Andreas Beelmann von der Universität Jena, dem aktuell fundiertesten Ansatz zur Radikalisierungsprävention im deutschsprachigen Raum. Das Modell identifiziert vier Faktoren, die Radikalisierung begünstigen: dissoziale Entwicklungsprobleme, Vorurteile und Intoleranz, Identitätsprobleme sowie extremistische Narrative. Für jeden dieser Faktoren gibt es Präventionsansätze, deren Wirksamkeit durch internationale Meta-Analysen belegt ist.

Was erwartet die Teilnehmenden?

Die Fortbildung erstreckt sich über zwei Tage, jeweils von 9:30 bis 15:30 Uhr. Der erste Tag vermittelt die Grundlagen: Wie entwickeln sich extremistische Einstellungen? Wo kann Prävention ansetzen? Welche Ansätze sind für welche Zielgruppen geeignet? Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Überblick über Maßnahmen, die nachweislich wirken – für verschiedene Altersgruppen und Kontexte.

Am zweiten Tag geht es um die konkrete Umsetzung: Wie ermittle ich den Bedarf vor Ort? Wie baue ich Netzwerke auf? Wie argumentiere ich gegenüber Entscheidungsträgern? Die Teilnehmenden erarbeiten eine Strategie, die sie direkt in ihrem Verantwortungsbereich anwenden können.

Das Besondere: Die vermittelten Ansätze wirken vorbeugend – bevor Probleme entstehen. Sie stärken soziale Kompetenzen und demokratische Werte bei allen jungen Menschen, nicht nur bei bereits gefährdeten Personen.

Wer sollte teilnehmen?

Die Fortbildung richtet sich an Verantwortliche, die Prävention strategisch voranbringen wollen: Schulleitungen und Leitungskräfte im Bildungsbereich, Leitungen in der Kinder- und Jugendhilfe, kommunale Präventionsbeauftragte, Fachkräfte mit Leitungs- oder Koordinierungsaufgaben sowie Verantwortliche auf kommunaler oder Landesebene.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer bereits Erfahrung in der Präventionsarbeit hat, vertieft sein Wissen und lernt den aktuellen Forschungsstand kennen. Teams, die gemeinsam teilnehmen, können das Gelernte leichter in ihrer Organisation umsetzen – daher sind Anmeldungen mehrerer Personen aus einer Einrichtung ausdrücklich erwünscht.

Was nehmen Sie mit?

Nach den zwei Tagen haben die Teilnehmenden ein klares Modell, das Radikalisierung erklärbar und Prävention planbar macht. Sie verfügen über Werkzeuge zur Bedarfsermittlung und Strategieentwicklung, einen konkreten Umsetzungsplan für ihren Verantwortungsbereich und fundierte Argumente, um Unterstützung und Ressourcen für Präventionsarbeit zu gewinnen. Darüber hinaus entstehen wertvolle Kontakte zu anderen Verantwortungstragenden und ein Zugang zu weiterer Beratung.

Die Fortbildung schließt mit einem Zertifikat ab, das als Bildungsurlaub anerkennbar ist. Die Teilnahme ist vollständig gefördert durch das Landesprogramm für Demokratie und Menschenrechte des Landes Niedersachsen – es entstehen keine Kosten.

Wissenschaft für die Praxis

Die Fortbildung orientiert sich didaktisch an international anerkannten Weiterbildungscurricula für Präventionsarbeit und basiert auf den 2024 veröffentlichten Praxisempfehlungen zur Radikalisierungsprävention. Das bedeutet: aktueller Forschungsstand, aufbereitet für die direkte Anwendung vor Ort.

Veranstaltet wird die Fortbildung von der FINDER Akademie in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen. Die Plätze sind begrenzt.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Wann?
Montag und Dienstag, 9. und 10. Februar 2026
Jeweils 9:30 – 15:30 Uhr

Wo?
Landespräventionsrat Niedersachsen
Siebstraße 4
30171 Hannover

Kosten:
Keine – vollständig gefördert durch das Land Niedersachsen

Abschluss:
Zertifikat (als Bildungsurlaub anerkennbar)

> Hier geht es zur Anmeldung

Fragen?
maximilian.vonheyden@finder-akademie.de

Veranstalter:
FINDER Akademie in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen
Gefördert durch das Landesprogramm für Demokratie und Menschenrechte