Fachtagung „Die Schule als sicherer Ort“ in Braunschweig
Am 30. September 2026 lädt eine Fachtagung in Braunschweig Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende zu Demokratiebildung und psychischer Gesundheit ein.
Wie können Schulen in Niedersachsen angesichts multipler Krisen ein sicherer Ort bleiben? Die Fachtagung am 30. September 2026 in Braunschweig bringt Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende und Schulpsycholog*innen zusammen – mit Impulsen zu Resilienzförderung, Demokratiebildung und dem Umgang mit Krieg und Krisen im Schulalltag. Veranstaltet wird die Tagung vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) gemeinsam mit ufuq.de. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anmeldung ist ab sofort möglich.
Kriege, Umweltzerstörungen, Fluchtbewegungen sowie gesellschaftliche Debatten um Demokratie, Geschlechterrollen oder gewaltsame Konflikte belasten Kinder und Jugendliche in besonderer Weise. Ängste, Einsamkeit, Ohnmachtserfahrungen und Aggressionen oder auch die Hinwendung zu extremistischen Angeboten können die Folge sein – ebenso wie psychische Erkrankungen, die in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben. All das ist auch im Schulalltag spürbar, der zugleich ein sicherer Lern- und Lebensraum sein soll. Eine Fachtagung des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und ufuq.de widmet sich diesen Herausforderungen.
- Termin: 30. September 2026, 10:00–17:00 Uhr
- Ort: ACHAT Tagungshotel, Braunschweig (barrierefrei zugänglich)
- Zielgruppe: Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende und Schulpsycholog*innen an Schulen der Sekundarstufe I und II in Niedersachsen
- Teilnahme: kostenlos (Ausnahme: Lehrkräfte aus Schulen in freier Trägerschaft)
- Anmeldefrist: 27. August 2026
- Anmeldung: Zur Anmeldung und weiteren Informationen
Themen der Tagung
Die Fachtagung greift unter anderem folgende Fragen auf:
- Was sind die Auswirkungen multipler Krisen auf Schüler*innen?
- Welche Praxisformate in Klasse und Schule können Resilienz und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern? (Healing Classroom)
- Wie lässt sich in Klasse und Schule ein präventives, diskriminierungssensibles Umfeld für gemeinsames Lernen gestalten?
- Wie können Formate der Demokratiebildung und Angebote von Teilhabe Resilienz fördern, Handlungskompetenzen stärken und zur Wahrnehmung von Schule als sicherem Ort beitragen?
- Mit welchen Ansätzen und Formaten lässt sich die Medienkompetenz von Jugendlichen stärken?
- Wie können Eltern in die Förderung von Resilienz und psychischer Gesundheit eingebunden werden?
In Vorträgen und Workshops geben Expert*innen Anregungen und schaffen Räume für Erfahrungsaustausch sowie Praxistransfer hin zu einer Schule, die ein sicherer, stabiler und zukunftsfähiger Ort ist. Ansätze der Demokratiebildung und des sozial-emotionalen Lernens spielen dabei ebenso eine Rolle wie Perspektiven aus Schulsozialarbeit und Schulpsychologie.
Ziele und Kompetenzen
Die teilnehmenden Lehrkräfte befassen sich mit der Frage, wie Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende über Krieg und Krisen in Schule und Unterricht sprechen können und wie die Resilienz von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden kann. Die Teilnehmer*innen lernen, Überforderungssituationen bei Kindern und Jugendlichen angesichts fortwährender Kriege und Krisen zu erkennen, Möglichkeiten zur Reduzierung von Belastungen kennenzulernen und gleichzeitig Räume für den Austausch zu krisenbehafteten Themen zu ermöglichen.
Programm
Die Veranstaltung wird durch einen Impulsvortrag von Dr. Felix Peter (Referent für Schulpsychologie im Landesschulamt Sachsen-Anhalt) zum Thema psychische Folgen globaler und multipler Krisenwahrnehmungen und -erfahrungen eröffnet. Das vollständige Programm wird in Kürze veröffentlicht.
Veranstalter und Förderung
Die Fachtagung ist eine Kooperation des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und ufuq.de im Rahmen des KN:IX connect | Verbund Islamismusprävention und Demokratieförderung. Der Beitrag von ufuq.de wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. ufuq.de ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und arbeitet zu Pädagogik, politischer Bildung und Prävention in der Migrationsgesellschaft. Der Verein ist bundesweit Ansprechpartner für Pädagog*innen, Lehrkräfte und Mitarbeiter*innen von Behörden.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier. Anmeldeschluss ist der 27. August 2026.