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Fachtag: Islamistische Influencer und Radikalisierungsgefahren im digitalen Raum – Hannover

Fachtag zu islamistischer Radikalisierung im Netz – 6. Mai 2026 in Hannover, 9:30–16:00 Uhr.

Am 6. Mai 2026 lädt das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen zum Fachtag „Islamistische Influencer und Radikalisierungsgefahren im digitalen Raum“ ein. Von 9:30 bis 16:00 Uhr kommen Fachkräfte aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden zusammen, um Strategien zur Extremismusprävention zu diskutieren. Anmeldeschluss ist der 30. April 2026.

Islamistische Bewegungen nutzen soziale Medien gezielt, um junge Menschen zu erreichen und zu radikalisieren. Trotz bestehender Verbote – etwa gegen Hizb ut-Tahrir seit 2003 oder den Verein „Muslim interaktiv“ seit November 2025 – zeigt sich, wie anpassungsfähig extremistische Akteure im digitalen Raum agieren. Kinder und Jugendliche gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen. Dieser Fachtag bringt Expertinnen und Experten zusammen, um praxisnahe Antworten auf diese Herausforderungen zu entwickeln.

  • Datum und Uhrzeit: 6. Mai 2026, 9:30 bis 16:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen, Niedersächsisches Justizministerium, Torhaus am Aegi, Siebstraße 4, 30171 Hannover
  • Anmeldung: veranstaltung.ldz-niedersachsen.de – Anmeldeschluss: 30. April 2026

Inhalt und Programm

Der Fachtag widmet sich zentralen Fragen der Prävention islamistischer Radikalisierung im digitalen Raum. Diskutiert wird, wie islamistische Akteure im Internet gezielt eine junge Zielgruppe ansprechen, warum ihre Botschaften verfangen und welche Radikalisierungsdynamiken sich abzeichnen. Ebenso stehen praktische Handlungsoptionen für Fachkräfte im Mittelpunkt: Wie lässt sich Medienkompetenz stärken, und welche Rolle können muslimische Akteure vor Ort bei der Prävention spielen?

Ablauf des Tages

Nach Begrüßung und Grußwort durch Dr. Thomas Smollich, Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium, folgen zwei Keynote-Vorträge: Michael Kaspar (Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung) beleuchtet die aktuelle islamistische Gefährdungslage in Niedersachsen mit besonderem Blick auf den digitalen Raum. Patrick Möller, freiberuflicher Islamwissenschaftler, referiert über die islamistische Organisation Hizb ut-Tahrir zwischen Online- und Offlinewelt. Ein Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Sicherheitsbehörden, Wissenschaft, Prävention und muslimischer Zivilgesellschaft rundet den Vormittag ab. Am Nachmittag finden drei parallele Workshops statt, gefolgt von einer gemeinsamen Abschlussrunde.

Workshops am Nachmittag

Teilnehmende wählen aus drei praxisorientierten Workshop-Angeboten:

  • AwareNet (AVP e.V.): Digitale Handlungsfähigkeit in der Präventionsarbeit – Praxis aus Online-Streetwork und KI-gestützter Intervention
  • MUJOS e.V.: Zwischen TikTok und der realen Lebenswelt – islamistischer Online-Einfluss in der pädagogischen Praxis
  • beraten e.V. / artefino gGmbH: Medienkompetenz als Säule der Prävention – Meinungsbildung zwischen Algorithmus, Ästhetik und Ideologie

Bei der Anmeldung werden zwei priorisierte Workshop-Wünsche abgefragt.

Für wen ist die Veranstaltung?

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus der Jugend- und Präventionsarbeit, aus zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie an alle, die sich mit Radikalisierungsphänomenen im digitalen Raum befassen. Wer in der pädagogischen, sozialen oder sicherheitsbehördlichen Praxis Berührungspunkte mit islamistischer Einflussnahme auf Jugendliche hat, findet hier konkrete Impulse und Vernetzungsmöglichkeiten.

Die Anmeldung ist bis zum 30. April 2026 möglich unter: veranstaltung.ldz-niedersachsen.de. Bei Fragen steht Frau Ramona Hillmann unter ramona.hillmann@mj.niedersachsen.de zur Verfügung.