Armutsbekämpfung vor Ort – Selbstorganisation und Teilhabe stärken
Am 25. Februar 2026, lädt die LAG Praxisnetzwerk für soziale Stadtentwicklung zu einer Fachveranstaltung ins Stadtteilzentrum Kronsberg (KroKus) ein.
Von 9:30 bis 15:00 Uhr kommen Akteur*innen aus Gemeinwesenarbeit (GWA), Quartiersmanagement (QM), der Chancengleich-Förderung sowie weitere Interessierte zusammen, um zentrale Fragen sozialer Gerechtigkeit im Quartier zu diskutieren.
Im Mittelpunkt steht das Förderprogramm „Chancengleich in der Nachbarschaft“, mit dem im Jahr 2025 landesweit zwanzig Projekte unterstützt wurden. Ziel der Veranstaltung ist es, erste Erkenntnisse aus der Praxis sichtbar zu machen, diese gemeinsam einzuordnen und mit politischen Vertreter*innen zu diskutieren. Besonders freut sich die LAG darüber, dass Minister Dr. Andreas Philippi (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung) für die Veranstaltung gewonnen werden konnte.
Chancengleichheit hängt vom Wohnort ab
Die Ausgangslage ist klar: In Niedersachsen – wie auch bundesweit – hängen die Chancen auf ein wirtschaftlich sicheres und gesundes Leben stark davon ab, in welchem Stadtteil oder Quartier Menschen leben. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten prägen vielerorts den Alltag und wirken sich unmittelbar auf Lebensqualität, Teilhabe und Gesundheit aus. Genau hier setzt das Förderprogramm an, indem es Selbstorganisation stärkt und Beteiligung vor Ort ermöglicht.
Auf der Veranstaltung werden die Ergebnisse einer Evaluation des Programms vorgestellt und anhand konkreter Projektbeispiele vertieft. Dabei geht es nicht nur um die Frage, was das Programm bewirkt hat, sondern auch darum, wo weiterhin Handlungsbedarfe bestehen – und ganz entscheidend: Wie kann es nach dem Förderprogramm weitergehen?
Austausch zwischen Politik und Praxis – und unter Praktiker*innen
Das Veranstaltungsformat ist bewusst zweigeteilt angelegt:
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Vormittags (ca. 9:30–12:00 Uhr) stehen die Präsentation der Evaluationsergebnisse, Praxisbeispiele sowie die Diskussion mit der Politik im Fokus. Vertreter*innen verschiedener politischer Parteien sind angefragt, um gemeinsam über die Zukunft von Armutsbekämpfung und Chancengleichheit im Quartier zu sprechen.
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Nachmittags (ca. 12:30–15:00 Uhr) schließt sich ein praxisorientierter Teil an: In Workshops findet ein exklusiver Austausch von Praktiker*innen im Rahmen des Arbeitskreises Gemeinwesenarbeit (AK GWA) statt. Hier geht es darum, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Perspektiven für die Arbeit im Quartier zu entwickeln.
Der zweite Teil knüpft inhaltlich direkt an die Diskussionen des Vormittags an. Selbstverständlich sind alle Teilnehmenden herzlich eingeladen, an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen.
Jetzt vormerken!
Weitere Informationen und Details zum Ablauf folgen in Kürze. Schon jetzt lohnt es sich jedoch, den Termin im Kalender zu blocken. Die Veranstaltung verspricht nicht nur fachlichen Input, sondern vor allem einen intensiven Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik – mit dem gemeinsamen Ziel, Chancengleichheit im Quartier nachhaltig zu stärken.