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Start Guides Förderaufruf: Organisationen können sich mit Projektvorschlägen bewerben

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung hat im Rahmen des Arbeitsmarktprogramms „Start Guides“ einen neuen Förderaufruf gestartet. Organisationen aus der regionalen Bildungs- und Arbeitsmarkt-Sozialarbeit können ihre Projektvorschläge bis zum 30. Juni 2024 einreichen.

Um Zugewanderten eine bessere Integration in unsere Gesellschaft zu ermöglichen, sollten sie schnell Zugang zu Arbeit oder Ausbildung erhalten. Dies erfordert jedoch häufig individuelle Begleitungen und die Weiterentwicklung bestehender Beratungsstrukturen.

Um diesen arbeitsintensiven Prozess zu unterstützen hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen des Arbeitsmarktprogramms „Start Guides“ einen neuen Förderaufruf gestartet. Organisationen aus der regionalen Bildungs- und Arbeitsmarkt-Sozialarbeit können ihre Projektvorschläge einreichen. Die Bewerbung ist bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) bis zum 30. Juni 2024 möglich.

Förderaufruf

Arbeitsminister Dr. Andreas Philippi betont die Wichtigkeit einer schnellen und nachhaltigen Integration von Zugewanderten in Arbeit und Ausbildung: „Auf der einen Seite haben wir Zugewanderte, für die es eine enorme Wertschätzung bedeutet, wenn sie ihre Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt einbringen können. Und auf der anderen Seite haben wir Unternehmen, die vor der großen Herausforderung stehen, dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Um beide Seiten zu Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnissen zusammenführen und sie mit praktischen Hilfen bei der betrieblichen Integration zu unterstützen, braucht es individuell passgenaue Begleitung. Zuwanderern sind oft Institutionen, Verwaltungsgänge und kulturelle Gepflogenheiten fremd. Durch das „Start Guides“-Programm unterstützen wir gezielte Initiativen, um sie erfolgreich in die Erwerbstätigkeit zu bringen.“

Angesichts demografischer Veränderungen und Arbeitsmarktherausforderungen ist die Erweiterung des Start Guides-Netzwerks in bisher nicht abgedeckten Regionen von entscheidender Bedeutung für Arbeitsminister Dr. Philippi: „Zugewanderte benötigen zuverlässige Beratungsangebote auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt – egal wo in Niedersachsen. Die geplante Erweiterung der Start Guides-Beratungsangebote ist eine gute Möglichkeit, dass Zugewanderte und Unternehmen in Niedersachsen möglichst flächendeckend passgenau beraten werden. So können sie dann auch leichter von den auf Bundesebene zuletzt weiter verbesserten Rechtsgrundlagen zum Arbeitsmarktzugang und neuen Förderangeboten zur Erwerbsintegration profitieren.“

Alle interessierten Organisationen sind herzlich eingeladen, sich beim Förderaufruf mit neuen Projektvorschlägen einzubringen.

Hintergrund:

In den letzten Jahren hat sich die Zuwanderung auch nach Niedersachsen wieder spürbar verstärkt. So wurden hierzulande allein im vergangenen Jahr 2023 über 30.000 Asyl-Erstanträge registriert. Hinzu kommen mehr als 110.000 ukrainische Staatsangehörige, die infolge des russischen Angriffskriegs seit Februar 2022 in Niedersachsen aufgenommen wurden. Auch die Bildungs- und Erwerbsmigration aus Staaten von außerhalb der Europäischen Union hat im vergangenen Jahr um mehrere tausend Personen weiter zugelegt.

Im Rahmen der „Fachkräfteinitiative Niedersachsen“ und des Bündnisses NIEDERSACHSEN PACKT AN setzt sich die Landesregierung dafür ein, auch internationale Zuwanderinnen und Zuwanderer für den Arbeitsmarkt in Niedersachsen zu gewinnen. Die Unternehmen in Niedersachen sollen leichter die Chance nutzen können, Fach- und Nachwuchskräfte sowohl aus dem Kreis der schon hier lebenden Zuwanderinnen und Zuwanderer mit und ohne Fluchthintergrund als auch aus neuen Zuwanderungsgruppen aus europäischen und außereuropäischen Herkunftsstaaten anzuwerben.

Ausführliche Informationen zum aktuellen „Start Guides“-Förderaufruf sowie zur Antragstellung erhalten interessierte Organisationen bei der Investitions- und Förderband Niedersachsen (NBank) – Kontaktdaten unter www.nbank.de.